Um die Versorgungslage mit Opioiden und Cannabinoiden in der Schmerztherapie nachhaltig
zu verbessern. Dafür fordern wir:
1. Aufbau eines leicht zugänglichen Beratungsangebots für Seniorinnen und Senioren:
– Regionale, niedrigschwellige Beratungsstellen, die über moderne Schmerztherapie
informieren.
– Zusammenarbeit mit Apotheken, kommunalen Gesundheitszentren und
Seniorenorganisationen.
– Ziel: Aufklärung über Risiken von NSAR, Abbau von Stigmata gegenüber Opioiden und
Cannabinoiden, Empowerment für Arztgespräche.
2. Gezielte Vermittlung an spezialisierte Ärztinnen und Ärzte:
– Aufbau von Kontaktdatenbanken und Überweisungsnetzwerken, die Hausärzten helfen,
Patientinnen und Patienten schneller zu spezialisierten Schmerztherapeuten,
Palliativmedizinern oder Geriatern zu lotsen.
3. Verstärkte Fortbildung von Hausärzten in Schmerzmedizin:
– Einführung verpflichtender Fortbildungsanteile zu geriatrischer Schmerztherapie im
Rahmen der hausärztlichen Weiterbildung.
– Finanzielle Förderung praxisnaher Fortbildungen, insbesondere in strukturschwachen
Regionen.
Ziel
Seniorinnen und Senioren sollen unabhängig von Wohnort und Vorwissen Zugang zu einer
modernen, leitliniengerechten Schmerztherapie erhalten. Statt gefährlicher
Dauerverordnungen von NSAR braucht es Aufklärung, spezialisierte Ansprechpartnerund
eine Entstigmatisierung wirksamer Alternativen. Nur so kann die Lebensqualität vieler
älterer Menschen nachhaltig verbessert werden.