05.02.2022

Liberaler Klimaschutz im privaten Raum

Die Jungen Liberalen Würzburg fordern eine Vereinfachung des Klimaschutzes im
privaten Raum, um das Thema für die breite Masse attraktiver zu machen.

Knowledge first, reduction second!
Wer klimaneutral leben möchte, braucht Kenntnisse über seinen CO2-Fußabdruck.

Darum fordern wir neben der Bereitstellung eines möglichst genauen Schätzwertes über
die persönliche Klimabilanz eine Zusammenstellung aller relevanten Verbrauchsdaten,
die der Stadt bzw. den Kommunen vorliegen. (Wohnfläche, Baujahr/Standart des Hauses,
Art der Heizung, Strombezug).

Diese Daten sollen mit einem Verweis auf den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes
versehen werden. Durch die vereinfachte Verfügbarkeit der Daten und Informationen
werden Anreize geschaffen sich selbst mit dem eigenen CO2-Fußabdruck auseinander zu
setzen. Zudem erhalten Nutzerinnen und Nutzer mit dem UBA­ CO2-Rechner nicht nur
Informationen über ihren persönlichen Fußabdruck, sondern auch Hinweise, bei welchen
Hauptemissionstreibern noch Reduktionspotentiale vorhanden sind.

Selbst ist der Strom!
Wir JuLis wollen die Nutzung von bereits vorhandenen als auch zukünftig entstehende
Technologien im Bereich der privaten, nachhaltigen Stromerzeugung stärker
unterstützen.

Um eine Demokratisierung der privaten Stromerzeugung zu erreichen und gerade
Mieterinnen und Mietern, die kein eigenes Eigenheim besitzen, zu unterstützen, wollen
wir vor allem sogenannte „Mini-PV-Anlagen“ fördern. Diese Stecker fertigen PV-Anlagen
– auch „Balkonkraftwerke“ genannt, bieten jedem die Möglichkeit, eigenen Strom zu
erzeugen.

Mit einer handelsüblichen 500-Watt-Solaranlage lassen sich pro Jahr circa 350 bis 450
kWh erzeugen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Bedarf von ca. 2.500 kWh pro
Jahr wären dies bereits 15 bis 20 Prozent an Ersparnis. Schon nach zwei bis drei
Jahren amortisiert sich der energetische Aufwand, der für die Herstellung einer Mini-
PV-Anlage benötigt wird.

Wir fordern daher, dass die Anmeldepflicht für Balkonkraftwerke bei der
Bundesnetzagentur entsprechend der auf europäischer Ebene bereits gültigen Verordnung
(EU) 2016/631, entfällt. Einzig die in Deutschland übliche Begrenzung auf 0,6 kW (600
Watt) statt der in der EU-Verordnung genannten 0,8 kW, halten wir aus
Sicherheitsaspekten für sinnvoll.

Mit der Einführung dieser Bagatellregelung werden unnötige bürokratische Hürden
beseitigt und der Weg für eine nachhaltige Stromerzeugung auf dem eigenen Balkon frei
gemacht.

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